Rückwärtsrechnung

 

  Definition / Hinweis:
Die Verwendung der Begriffe Anfangs- und Endgeschwindigkeit beziehen sich in diesem Berechnungsdialog auf die Position innerhalb der Berechnung und der Rechnungsrichtung. Wenn Sie im Rahmen einer Rückwärtsrechnung mit der Kollisionsgeschwindigkeit im Koordinatenursprung beginnen, dann ist in diesem Fall die Anfangsgeschwindigkeit identisch mit der Kollisionsgeschwindigkeit. Wenn Sie dann über eine bestimmte Bremsstrecke zurück rechnen, dann ist die im betrachteten Intervall erreichte Endgeschwindigkeit gleich der Bremsausgangsgeschwindigkeit.

Die Fahr- und Bewegungslinien im Weg-Zeit-Diagramm werden im Rahmen einer Rückwärtsrechnung in diesem Dialog intervallweise berechnet und grafisch dargestellt.

Im ersten Berechnungsschritt werden 6 Intervallgrenzen angeboten, was für eine Vielzahl von Berechnungen sicher ausreichend bemessen ist, ohne die Übersichtlichkeit zu beinträchtigen. Bei komplexeren Unfallabläufen steht es Ihnen frei weitere Berechnungsintervalle zu definieren, in dem Sie an die jeweils letzte berechnete Position und der dort aktuellen Geschwindigkeit weitere Berechnungsintervalle dranhängen.

Die Abarbeitung im jeweils betrachteten Intervall erfolgt zeilenweise von links nach rechts, beginnend in der oberen linken Ecke der Berechnungstabelle. Sobald Sie in der ersten Eingabezeile 3 von 5 möglichen Berechnungsgrößen erfasst haben, werden die fehlenden Werte berechnet und angezeigt. Wenn Sie sich vertippt haben, werden Sie mit mehr oder weniger sinnvollen Korrekturvorschlägen darauf aufmerksam gemacht.

Der Aufbau des Berechnungsdialogs für die Rückwärtsrechnung ist wie folgt gegliedert:

 

 

  Über diesen Schalter kann jederzeit - auch während einer Berechnung - zwischen m/s und km/h gewechselt werden.

bis

   Geben Sie drei der fünf möglichen Berechnungsgrößen vor, die fehlenden werden berechnet. Die Eingabegrößen sind in den Feldern weiß hinterlegt, berechnete Größen grau. Im obigen Beispiel wurde eine Kollisionsgeschwindigkeit von 5 km/h vorgegeben, wobei vor der Kollision über eine Wegstrecke von 18 m mit -8m/s² verzögert wurde. Die Geschwindigkeit zu Beginn der Verzögerung ergibt sich dann zu 61.3 km/h.
     Hier können Sie dem berechneten Intervall eine Bezeichnung vergeben, die später auch im Protokoll angedruckt wird.
     Die berechneten Fahrlinien können mit einer Geschwindigkeitsskalierung versehen werden, was mit diesem Schalter eingestellt wird. Mit dieser Option sehen Sie zusätzlich zur Zeit- und Positionsangabe, die dort aktuelle Geschwindigkeit im Diagramm.
     Mit diesem Schalter stellen Sie die Bewegungsrichtung des Fahrzeuges bzw. des untersuchten Objektes in Bezug auf den Koordinatenursprung ein.
   Für die einzelnen Berechnungsintervalle können SIe hier Bezeichnungen eintragen, die z.B. das aktuelle Fahrmanöver beschreiben. Diese Angaben werden in das Protokoll übernommen und erleichtern die Zuordnung.
  Über diesen Schalter übernehmen Sie die aktuelle Berechnung und der Dialog wird geschlossen. Im Weg-Zeit-Diagramm hängt die berechnete Fahrlinie nun am Mauszeiger und kann per Mausklick an der gewünschten Position (z.B. im Koordinatenursprung) abgelegt werden.
   Über diesen Schalter öffnen Sie ein Pdf, in dem Ihre aktuellen Berechnungen inkl. der verwendeten Berechnungsgleichungen dokumentiert werden.

und

   Hier wird bezogen auf den aktuellen Berechnungsstand der Weg-Zeit- bzw. Weg-Geschwindigkeitsverlauf eingeblendet.

Denken Sie daran, dass Sie den in das Diagramm übernommenen Bewegungsverlauf jederzeit überarbeiten können: Wenn Sie die Fahrlinie anklicken und damit selektiert haben, können Sie über die Schrift- und Farbauswahl die Linienart, die Linienstärke, die Farbe des Graphen oder die Schriftart und Größe ändern. Nach einem Klick mit der rechten Maustaste wählen Sie aus dem Kontextmenü 'Eigenschaften', womit der ursprüngliche Berechnungsdialog wieder geöffnet wird. Sie können nun Ihre Berechnung überarbeiten oder korrigieren, Kommentare hinzufügen, die Geschwindigkeitsskalierung zu- oder wegschalten oder die Bewegungsrichtung ändern. Aus dem Kontextmenü können Sie den Graphen weiterhin kopieren, um z.B. in einer weiteren Berechnung mit geänderten Verzögerungswerten zu arbeiten, ohne das ganze Intervall noch mal eingeben zu müssen. Letztlich kann über den Menüpunkt 'Löschen' die komplette Berechnung mit Graph entfernt werden.

Und so sieht das obige Beispiel dann im Zeichenfenster aus: